Levi im Interview zum neuen Film SHELTER | Film in voller Länge!

Januar 12, 2020

Levi im Interview zum neuen Film SHELTER | Film in voller Länge!

Die beiden Team Riders von hä? Mathieu Schär und Levi Luggen waren vergangenen Winter mit ihren Splitboards in den Alpen unterwegs. Sie reisten mit dem ÖV von Hütte zu Hütte. Hoch oben in den Bergen beschränkten sie sich auf das Wesentliche: Wärme, Essen und sich mit eigener Kraft in dieser wunderschönen Natur fortzubewegen. Levi nahm sich die Zeit und erzählt in einem kurzen Interview mit Sebi über seine Erfahrungen während dem Dreh von "SHELTER - Step forward through the legenday Alps". Den Film in kompletter Länge gibts zuunterst zu sehen.

 

Sebi (hä?): Ciao Levi, so dann erzähl mal. Ist Mathieu immer noch so besessen von seinen Sonnencremen und streicht für jedes Körperteil die perfekte Creme auf?

Levi: Haha, ja! Seine Lippen bzw. sein halbes Gesicht sind immer voll weiss, da muss ich jedes mal schmunzeln.

S: Haha, die Haut war ihm schon immer wichtig. Neben Mathieu ist der Rest der Truppe auch fast ausnahmslos aus dem französischen Sprachraum. Hiess das alles bisschen easy und am Nachmittag bereits Apéro oder wie war das als einziger Deutschsprachiger in dieser Truppe? Wurdest du gemoppt?

L: Könnte man meinen! Ehrlich gesagt war es aber meistens ziemlich taff. Morgens früh raus, abends spät zurück und dann noch Feuer machen, Schnee schmelzen, kochen, Kleidung trocknen und dann hundemüde ins Bett. Zeit für ein Apéro hatten wir selten. Und da wir das Apéro selber hochtragen mussten war dies sowieso keine Option, wir hatten sonst schon genug Gepäck…

Levi Luggen - hä? Beanie und Neckwarmer Online Blog | Fetter Spray von Levi Luggen

Levi ist bekannt für seinen explosiven Fahrstil (photo: silvanozeiter.com)

 

S: Oh ja, die Materialschlacht kann ich mir vorstellen. Ihr habt zu fünft die Berge in den entlegensten Tälern in den Alpen mit euren Splitboards und Tourenski erkundet. Wie habt ihr das eigentlich mit dem ganzen Filmmaterial angestellt?

L: Ja, das war sehr anstrengend, die Filmausrüstung ist ziemlich schwer, dazu kamen noch die Sachen zum schlafen und die Nahrungsmittel für eine ganze Woche. Mit den schweren Rucksäcken stundenlang den Berg hochzusteigen ist ein grosse Herausforderung, Dabei musste man ja noch Energie sparen um später auf dem Snowboard eine gute Figur zu machen.

S: Was hat dir an eurer Reise durch die Alpen persönlich am besten gefallen und wer hat dich am meisten beeindruckt?

L: Den Sonnenauf und -untergang zu sehen war immer ein Highlight. Die Hütten gefielen mir in der Vanoise am besten und die Berge fand ich im Unterwallis am schönsten. An meisten beeindruckt hat mich die Media Crew, ohne zu meckern haben sie ihre Rucksäcke über unzählige Höhenmeter geschleppt und haben bis spät abends gearbeitet, das ist echt eine Spitzenleistung die nur mit einer gehörigen Portion Leidenschaft machbar ist.

S: Als ich gesehen habe, dass du mit Jeremy Jones höchstpersönlich unterwegs bist, wurde ich schon ein wenig eifersüchtig. Er ist die Freeride-Legende schlechthin.

L: Jeremy hat wirklich was auf dem Kasten und ist echt locker drauf. Seinen grossen Erfahrungsschatz macht sich bei jeder Handlung bemerkbar, so konnten wir viel von ihm lernen. Wenn er sprach war es immer still und wir versuchten so viel wie möglich aufzunehmen. Es würde mich freuen wenn ich wieder einmal mit ihm zusammen auf eine Tour gehen könnte!

Levi Luggen - hä? Beanie und Neckwarmer Online Blog | Dreharbeiten Shelter

Blaues Auge? Kein Problem! Levi ist in den Bergen wohl immer gut gelaunt.  (photo: silvanozeiter.com)

 

S: Jeremy hat früher sehr viel mit dem Helikoptern gefilmt. Die letzten Jahre ging aber ein regelrechter Wandel durch die Freeride-Szene und auch Jeremy Jones hat verschiedene klimafreundliche Projekte umgesetzt. Wie ist Jeremy momentan mit der Lage in seinem Heimatland den USA zufrieden und was sagt er allgemein zu dieser Thematik?

L: Klar hat er in der Vergangenheit viel mit Helikoptern gearbeitet, heute ist er zu 95% auf dem Splitboard unterwegs, Helikopter sind inzwischen auch für ihn tabu. Er war aber auch einer der ersten in der Outdoorszene, der die Klimaproblematik erkannt hat und bereits 2007 die Organisation POW - Protect Our Winters gründete. Er nahm somit eine massive Vorreiterrolle ein. Damals war das Thema leider noch sehr unbeachtet und nur wenige Leute haben sich damit befasst, obwohl der Wandel schon lange in Gang war. Die folgenden 12 Jahre hat er mit POW aber sehr viel Sensibilisierungs-Arbeit in der Outdoorszene und darüber hinaus gemacht und konnte viele gleichgesinnte Sportler wie mich als Ambassadoren gewinnen. Seit ca. 1 Jahr ist POW USA auch auf der politischen Bühne aktiv und verhandelt direkt mit abgeordneten von grossen Städten und ganzen Staaten. Jeremy war sogar im Weissen Haus in Washington und konnte dort vor dem Kongress und Senat sprechen. Es scheint als ob das Thema endlich in der Politik und in der Gesellschaft angekommen wäre…

S: Was geht dir persönlich betreffend Klimawandel am meisten auf den Sack? 

L: Dass der Klimawandel real und vom Mensch gemacht ist, bezweifelt heute kaum jemand mehr. Wirklich etwas dagegen tun wollen aber noch lange nicht alle. Hier müsste die Politik endlich eingreifen und verbindliche Vorgaben machen, wie eine Kerosin-Steuer einzuführen und nachhaltige Technologien zu fördern. Leider wird nach wie vor hauptsächlich für das eigene Wohl gesorgt und Verantwortung abgeschoben. Wenn sich dies nicht ändert stehen uns düstere Zeiten bevor.

 

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S: Wenn es nur etwas Kleines ist, was du ändern könntest – egal was - was wäre das?

L: Spontan kommen mir die Zigarettenstummel in den Sinn. Ich würde die Zigarette abschaffen, denn die Stummel landen täglich zu Millionen in der Natur, unachtsam weggeworfen von einem grossen Teil der Raucher weltweit. Die Stoffe die sich aus dem Stummel lösen sind eine Gefahr für Mensch und Tier. So ein Zigarettenstummel zerfällt zu Mikroplastik und verschmutzt Böden und Gewässer wo unsere Nahrung gedeihen sollte. Neben der geringeren Umweltverschmutzung wäre diese Aktion gut für die Gesundheit aller Raucher und deren Angehörigen, welche tagtäglich dem schädlichen Rauch ausgesetzt sind.

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So Bilder lassen uns einfach nur träumen. (photo: silvanozeiter.com)

 

S: Den Film gibts seit Kurzem online zu schauen. Trotzdem sind so eindrückliche Aufnahmen besser auf Grossleinwand und mit richtig guter Soundqualität zu genießen. An welchen Tourstops kann man dich treffen?

L: Ich empfehle jedem der die Möglichkeit dazu hat, den Film auf einer grossen Leinwand zu schauen. Die Bilder und die Message kommen einfach besser rüber!

Demnächst gibt es eine Filmpräsentation in Brig, das Datum wird noch bekannt gegeben. Ansonsten sind folgende Daten in der Schweiz geplant:

  1. Januar Genf “Shelter student tour”
  2. Januar Thyon “Safety Shred Days”
  3. Februar Kandersteg “Alpineexplore Splitfest”
  4. März Nendaz “Jones Weekend”

S: ich bin absolut beeindruckt von eurem Projekt und behaupte, es ist der beste Snowboardfilm dieser Saison. Danke dir vielmals für deine Zeit. Dann hau noch deine Dankesrede raus und bis gleich auf dem Berg!

Danke euch von hä? für die Plattform und die tollen Beanies, Neckwarmers und alles andere! Vielen Dank auch meinen weiteren Sponsoren K2, Volcom & Deluxe Boots. Ein ganz grosses Dankeschön den Spnsoren, der Produktion und der Crew von Shelter und Protect Our Winters Schweiz!

hä? Beanie und Neckwarmer Online Blog | Tourdaten Shelter

Sämtliche Tour-Daten und weitere Infos zum besten Snowboardfilm 2020 findest du unter: https://www.picture-organic-clothing.com/shelter/en/#dates  (photo: silvanozeiter.com)

Mehr Infos zu POW (Protect Our Winters): https://www.protectourwinters.ch und https://protectourwinters.org/pow-international/

SHELTER - Step forward through the legenday Alps in voller Länge gibts hier:


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